Schwerbehinderung beantragen

Das erste, woran man beim beantragen der Anerkennung einer Schwerbehinderung denken muss ist der eigene Hausarzt.

Hier sollte man zu aller erst mit dem Mediziner besprechen, in wie weit es tatsächlich einen „Anspruch“ auf eine Anerkennung der Schwerbehinderung geben könnte. Danach schreibt man an das zuständige Amt für Sozialangelegenheiten und bittet um die Formulare, mit denen man eine Überprüfung für die Anerkennung der Schwerbehinderung beantragen kann.

  • Tipp: Diese Formulare kann man selbst, gemeinsam mit seinem Hausarzt aber auch mit entsprechenden Vereinen oder einem Anwalt ausfüllen und an die Behörde, mit den geforderten Unterlagen zurück schicken. Eine Schwerbehinderung im Sinne des Gesetzes liegt vor, wenn jemand aus irgendwelchen Gründen, mit 50% oder mehr in seiner „Leistungsfähigkeit“ eingeschränkt ist.
  • Achtung: Wird dem Antrag auf Schwerbehinderung stattgegeben, sollte man schnellstmöglich auch den entsprechenden „Schwerbehindertenausweis“ beantragen, den man bei seinem Arbeitgeber vorlegen muss. Denn anders als in der Vergangenheit, wo man bereits den „Kündigungsschutz“ der Schwerbehinderten hatte, wenn man bloß den Antrag gestellt hat, hat man diesen heute erst, wenn die Behörde, die Schwerbehinderung auch anerkannt hat.

Schwerbehinderung beantragenAußerdem ist man als Antragssteller auch dazu verpflichtet, den Arbeitgeber ggf. darüber zu informieren, dass man eine „Schwerbehinderung“ hat. Bekommt man dagegen einen „negativen“ Bescheid, sprich, die Behörde erkennt keine „Schwerbehinderung“, so sollte man umgehend widersprechen.

  • Tipp: Bei diesem Widerspruch, muss man sehr deutlich angeben, welchem Bescheid (Aktenzeichen) von welchem Datum (auf dem Bescheid) man widerspricht. Begründen muss man das erst einmal nicht, wenn man angibt, dass die schriftliche Begründung folgt.

Außerdem sollte man gleichzeitig die entsprechenden Kopien der Unterlagen beantragen, nach denen die negative Entscheidung getroffen wurde und mit denen die Entscheidung begründet wird. Hat man diese Unterlagen, formuliert man die schriftliche Begründung mit seinem Hausarzt, einem Anwalt oder entsprechenden Verein gemeinsam, bevor man diese Begründung zu seinem Widerspruch nachreicht. Auch hier wäre der nächste Schritt, der Gang vor das Sozialgericht, wenn die Behörde wieder ablehnen sollte.

Zu den Anträgen

Thema: Schwerbehinderung beantragen