Krankengeld beantragen

Also, in Deutschland kann man das Krankengeld beantragen, wenn man aus irgendwelchen Gründen nicht mehr arbeiten kann und nach einer „Lohnfortzahlungspflicht“ des Arbeitgebers auch keine Einkünfte mehr hat. Gedacht ist das Krankengeld also als Ersatzleistung für den Lohn, damit die Menschen, nicht immer gleich den Sozialkassen auf der Tasche liegen.

Das Krankengeld können nicht nur die gesetzlich Versicherten beantragen, sondern auch die privat Versicherten, wenn sie das Krankengeld auch in ihren Versicherungsverträgen mit vereinbart haben.

Neben dieser Voraussetzung entsteht natürlich auch erst dann ein „Anspruch“ auf Krankengeld, wenn die Einkünfte wegen einer Krankheit wegfallen. Harz4-Empfänger haben übrigens, anders als Alg1-Empfänger keinen Anspruch auf Krankengeld.

  • Achtung: Die Höhe des Krankengeldes richtet sich nach dem Verdienst, den man vor der „Arbeitsunfähigkeit“ hatte. Dabei bekommt man ca. 70% von seinem bisherigen „Brutto-Lohn“, aber höchstens 90% von seinem „Netto-Lohn“.
  • TiKrankengeld beantragenpp: Das Krankengeld kann man für höchstens 3 Jahre am „Stück“ beantragen. Geht man innerhalb dieser 3 Jahre aber wieder arbeiten, so beginnt nach 3 Jahren eine neue so genannte „Blockfrist“ und es beginnt ein neuer „Zeitraum“ in dem die Leistungen aus der ersten Blockfrist nicht mehr berücksichtigt werden. Dies gilt jedoch nur für die gesetzlichen Krankenversicherungen. Bei den privaten Krankentagegeldversicherungen hängt viel von den individuellen Verträgen der Versicherten ab.

Außerdem muss hier in der Regel eine 100% Arbeitsunfähigkeit vorliegen, damit ein Anspruch auf das Krankentagegeld besteht. Einen „gewöhnlichen“ Antrag muss man für das Krankengeld der Krankenkasse eigentlich nicht stellen.

  • Tipp: Was man jedoch machen muss, ist bestätigen, dass man keine „Lohnfortzahlung“ mehr erhält und das man immer noch Krank ist. Außerdem muss man ggf. medizinische Unterlagen an die Kasse herausgeben, damit die den „Krankheitsstand“ prüfen kann. Verweigert man diese Unterlagen, gibt es auch kein Geld von der Krankenkasse.

Begründet wird das vor allem mit der Mitwirkungspflicht, die man von den Versicherten verlangt, damit „Simulanten“ sich nicht auf dem Krankengeld ausruhen und die Kassen belasten. Die medizinischen Unterlagen aus der eigenen Behandlung werden zudem noch vom jeweiligen medizinischen Dienst der Krankenkassen geprüft und dienen dann mit der entstandenen Beurteilung als „Begründung“ falls das Krankengeld doch einmal verweigert wird.

PDF Ratgeber – Anspruch bis Auszahlung

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