KFW Gründercoaching Antrag

Die Praxis zeigt immer wieder, dass nicht nur bei der Planung, Vorbereitung und eigentlichen Durchführung einer Existenzgründung professionelle Unterstützung erforderlich ist. Vielmehr ist eine solche Hilfe auch nach der Gründung, wenn es darum geht, das Unternehmen aufzubauen und zu festigen, sehr wichtig. In den ersten Jahren nach der Gründung sind jedoch die finanziellen Mittel für eine solche professionelle Unterstützung in sehr vielen Fällen schlichtweg nicht vorhanden. An dieser Stelle kommt das KfW Gründercoaching ins Spiel. Dieses Förderprogramm unterstützt Gründer durch Zuschüsse bei der Finanzierung von Coaching-Maßnahmen.

An wen richtet sich das Gründercoaching?

Das Gründercoaching können Gründer von kleinen und mittleren Unternehmen sowie Freiberufler in den ersten fünf Jahren nach der Gründung in Anspruch nehmen, wenn ihre Unternehmung in Deutschland ansässig und auf eine Vollexistenz ausgerichtet ist. Die Förderung besteht aus einem Zuschuss zur Finanzierung der Kosten eines professionellen Coachings. Dabei beläuft sich der Zuschuss in den alten Bundesländern und in Berlin auf 50 Prozent und in den neuen Bundesländern auf 75 Prozent des Beratungshonorars. Insgesamt darf das Coaching maximal 6.000 Euro kosten, das Tageshonorar ist auf 800 Euro begrenzt. Für Existenzgründer, die sich aus der Arbeitslosigkeit heraus selbstständig gemacht haben und Leistungen nach SGB II oder III beziehen, gibt es eine besondere Form der Förderung. Sie können in ihrem ersten Geschäftsjahr einen Zuschuss über 90 Prozent der Beratungskosten erhalten, wobei die Höchstgrenze für das Honorar bei 4.000 Euro liegt.

 

Wie wird ein KfW Gründercoaching Antrag gestellt?

KFW Gründercoaching AntragAls erstes wählt der Gründer einen Coach aus der KfW-Beraterbörse aus. Die Börse steht unter  www.kfw-beraterboerse.de zur Verfügung und darin sind alle die Berater gelistet, die für das Gründercoaching zugelassen sind. Hat sich der Existenzgründer für einen Coach entschieden, erfasst er als nächstes online seinen Antrag. Dazu füllt er die Eingabemasken hier unter aus. Anschließend wendet sich der Gründer an einen Regionalpartner der KfW Bankengruppe. Wer der zuständige Ansprechpartner ist, lässt sich unter  www.rp-suche.de ermitteln, je nach Standort kann dies beispielsweise die IHK oder die HWK, ein Gründerzentrum oder das örtliche Amt für Wirtschaftsförderung sein. In einem persönlichen Gespräch mit dem Regionalpartner stellt der Gründer sein Unternehmen kurz vor, außerdem werden Fragen zum Förderprogramm, die Höhe der Förderung und der weitere Ablauf besprochen. Gleichzeitig gibt der Gründer seinen ausgedruckten und unterschriebenen Online-Antrag samt Anlagen ab.

 

Wie geht es nach dem Antrag weiter?

Der Regionalpartner überprüft, ob der Antrag formal richtig gestellt wurde und ob die Förderungsvoraussetzungen erfüllt sind. Ist dies der Fall, spricht er eine Empfehlung für die Bezuschussung der Beratungskosten aus und leitet den Antrag an die KfW weiter. Die KfW entscheidet dann auf Grundlage der Empfehlung, ob der Zuschuss gewährt oder ob der Antrag abgelehnt wird. Wird der Zuschuss gewährt, erhält der Gründer eine schriftliche Zusage. Hier noch ein Video zum Antragsverfahren:

http://www.youtube.com/watch?v=BepGjC3C0Qo

Sobald der Gründer die Zusage hat, kann er einen schriftlichen Beratungsvertrag mit seinem ausgewählten Coach abschließen. In diesem Vertrag werden in erster Linie die Inhalte des Coachings, der Beratungszeitraum und das Beraterhonorar geregelt. Damit kann das Coaching beginnen. Über einen Zeitraum von maximal zwölf Monaten kann der Coach den Gründer dann in wirtschaftlichen, finanziellen und organisatorischen Fragen beraten und ihn unter anderem bei der Optimierung seines Businessplans, bei der Ausarbeitung von Marketing- und Vertriebskonzepten oder bei der Vorbereitung auf Gespräche mit Geldgebern unterstützen. Das Coaching muss aber innerhalb von einem Jahr nach erteilter Zusage beendet sein.

 

Wie endet das Gründercoaching?

Nachdem das Coaching abgeschlossen ist, erhält der Gründer einen Abschlussbericht seines Beraters. Diesen Beratungsbericht reicht der Gründer dann zusammen mit

  • dem ausgefüllten Formular „Schlussverwendungsnachweis“,
  • dem Beratervertrag,
  • der Gesamtrechnung des Beraters und
  • einem Kontoauszug, der die Zahlung des Eigenanteils belegt,

bei der KfW ein. Die KfW veranlasst daraufhin die Auszahlung des Zuschusses. Je nach Vereinbarung wird der Zuschuss dabei entweder an den Gründer oder direkt an den Berater ausgezahlt.