Gesundheitszeugnis beantragen

Das Gesundheitszeugnis, so wie es die meisten Arbeitnehmer im Lebensmittelhandel kennen, ist eine medizinische Untersuchung beim „Amtstierarzt für Menschen“ die ein Arbeitgeber verlangen konnte, wenn er Mitarbeiter für „sensible“ Bereiche in der Lebensmittelherstellung, dem Verkauf oder der Gastronomie eingestellt hat.

Achtung: Das Gesundheitszeugnis an sich, war jedoch zu keinem Zeitpunkt ein Beleg dafür, dass man wirklich völlig Gesund ist. Das einzige, was das Gesundheitszeugnis „belegt“ hat, war, dass es zum Zeitpunkt der Untersuchung keinen Grund gab, dieses Gesundheitszeugnis zu verweigern.

In dieser Form, gibt es das Gesundheitszeugnis aber nicht mehr, weil es seit 2001 ersatzlos gestrichen wurde und Arbeitgeber so eine amtliche Untersuchung auch nicht mehr von den Mitarbeitern verlangen können.

  • Achtung: Um z.B. die „Gesundheitsrisiken“ für den Lebensmittelhandel und andere Bereichen trotzdem zu „reduzieren“ müssen sich Mitarbeiter bestenfalls noch einmal von ihrem Hausarzt im Sinne des Infektionsschutzgesetzes belehren lassen. Dabei werden sie über „berufsgefährdende“ Symptome und Krankheiten aufgeklärt. Dazu gehört auch, dass man belehrt wird, dass man beim Auftreten bestimmter Symptome, die Arbeit liegen lassen muss und zum Arzt gehen soll.

Gesundheitszeugnis beantragenDiese „Belehrung“ muss nur einmal vom Arzt vorgenommen werden. Die jährliche „Nachbelehrung“ kann dann der Arbeitgeber selbst übernehmen, um dafür zu sorgen, dass die „Belehrung“ des Arztes nicht in Vergessenheit gerät.

  • Tipp: Weil das Gesundheitszeugnis in seiner ursprünglichen Form nicht mehr existiert, kann man es natürlich auch nicht mehr beantragen und muss bestenfalls einen Termin für die „Belehrung“ mit seinem Hausarzt vereinbaren.

Niemand sollte davon ausgehen, dass man ein Gesundheitszeugnis auch mit einem echten „Gesundheitscheck“ gleichsetzen kann. Deshalb kann man auch trotz dieser Belehrung vom Hausarzt, immer noch empfehlen sich regelmäßig zu einer „Vorsorgeuntersuchung“ beim Arzt zu melden, damit eventuelle Erkrankungen möglichst früh entdeckt und behandelt werden können. Hier kann man sich einen kurzen Überblick dazu verschaffen.

  • Wichtig: Der Arbeitgeber hat keinen Anspruch darauf, diese Untersuchungsergebnisse zu sehen, auch wenn es sicher der eine oder andere „Supermarktleiter“ gerne hätte, seine Mitarbeiter bis auf die Knochen gut zu kennen.

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