Vormundschaft für ein Kind beantragen

Eine Frage, die im Alltag oft auftaucht aber nur selten wirklich erklärt wird, rankt sich um den „Mythos“ der Vormundschaft und der Mündel, die man aus der Geschichte bestenfalls von Mariam, als Mündel des britischen Königs „Richard Löwenherz“ und aus der Geschichte mit Robin Hood kennt.

Während es in der Vergangenheit eher so war, dass längst nicht jede Person, befugt war für sich selbst zu sprechen, so hängt heute einfach vom „Vermögen“ also die Fähigkeit für sich zu sorgen ab, ob man nun frei seine eigenen Entscheidungen treffen kann oder nicht. Während man oft die Vormundschaft bei einem Erwachsenen, als eine Einschränkung der persönlichen Entscheidungsfreiheit betrachtet, so ist sie doch auch ursprünglich als ein Schutz gedacht um Menschen, die nicht in der Lage sind bzw. die man nicht für fähig hielt, sich in ihrer Umwelt alleine zurecht zu finden, zu schützen.

Aktuell ist das prominenteste Beispiel wohl die amerikanische Sängerin Britney Spears, die sich auch nach Auffassung vieler Ärzte selbst viel zu oft in Gefahr gebracht hat und sehr große Gefahr lief, dass man sie schlicht ausnutzte. Aber es gibt auch andere Gründe, für eine Vormundschaft.

  • Vormundschaft beantragenTipp: So kann es zum Beispiel sein, dass ein Minderjähriges Kind von einem Verwandten ein größeres Vermögen erbt aber noch nicht
    “geschäftsfähig“ ist, dieses auch selbst zu verwalten.
  • Wichtig: Damit also die Eltern oder die „Sorgeberechtigten“, das Geld aus so einem Erbe nicht für eigene Zwecke verwenden, übernimmt in Deutschland regelmäßig das Gericht, eine finanzielle Vormundschaft für einen minderjährigen Erben. Dabei verwaltet dann die Behörde das Vermögen des Kindes, bis zur Volljährigkeit.

Natürlich kann man es sich auch in Deutschland nicht leisten einen finanziellen Vormund amtlich einzurichten, wenn das Erbe sich nur über ein paar hundert Euro beläuft. Deshalb gibt es hier ein „Mindestvermögen“, bei dem die Kinder automatisch einen amtlichen Vormund erhalten.

  • Achtung: Derzeit ist das etwa die Summe von 15000 Euro, Natürlich kann ein finanzieller Vormund auch schon vorher eingerichtet werden, wenn zum Beispiel die Eltern dadurch aufgefallen sind, dass sie nicht mit Geld umgehen können oder das Kind bei einem „geschäftsunerfahrenen“ Sorgeberechtigten lebt. Ein finanzieller Vormund bedeutet nicht, dass einem das Sorgerecht für ein Kind entzogen wird. Denn die Entscheidungen über „Erziehung“, „Arztbesuche“, „Schulbildung“ und ähnliches bleiben auch dabei in der Hand des jeweils Sorgeberechtigten.
  • Tipp: Eltern können zudem beantragen, dass die finanzielle Vormundschaft für ihre Kinder von einem Gericht übernommen wird, wenn sie die eigenen Kinder und deren Vermögen, vor „Verpflichtungen“ der Eltern schützen wollen.
Die Vormundschaft aus rechtlicher Sicht

Thema: Vormundschaft beantragen