Umsatzsteuernummer beantragen

Die Umsatzsteuernummer braucht jeder, der ein Gewerbe betreiben möchte. Viele Gewerbetreibende, aber auch Laien sind oft verwirrt, wenn es um die „Steuernummer“ und die Umsatzsteuernummer geht. Denn oft herrscht noch die Auffassung, dass es zwei verschiedene Nummern sind, die man hier beantragen muss. Aber das ist so nicht der Fall!

Achtung: Steuernummer und Umsatzsteuernummer sind so ziemlich das Gleiche. Was Gewerbetreibende eventuell noch zusätzlich beantragen können ist die „Umsatzsteuer-Identifikationsnummer“, diese braucht man nicht um seine „Steuern“ abzuführen, sondern um sich gegenüber Geschäftspartnern aus dem europäischen Ausland auszuweisen, wenn steuerfrei eingekauft werden soll.

Für die Umsatzsteuernummer gibt es in Deutschland ganz bestimmte Regeln.

  • Wichtig: So gilt zum Beispiel, dass man die Umsatzsteuer, die man beim Einkauf für seine Artikel bzw. seinen Firmenbedarf ausgegeben hat, von seiner eigenen Steuerpflicht abziehen kann, damit man keine „doppelte“ Belastung bei der Steuer hat. Diesen „Vorsteuerabzug“ muss man bei seiner „Anmeldung“ beim Finanzamt auch beantragen.

Umsatzsteuernummer beantragenDamit ist man aber auch zu einigen Dingen verpflichtet! So muss man zum Beispiel, auf jeder Rechnung, die man ausstellt, auch seine eigene Steuernummer bzw. Umsatzsteuernummer angeben. Eingeführt wurde diese Pflicht für die Unternehmen, damit die Finanzämter besser kontrollieren können, ob ein Vorsteuerabzug berechtigt ist oder nicht. Schließlich hatten viele Unternehmen gar keine „Vorsteuer“ beim Einkaufen bezahlt und diese dann aber trotzdem in ihrer eigenen Steuererklärung geltend gemacht.

  • Vorsicht: Für Kleinunternehmer ist das ein zusätzlicher Aufwand, auf den sie aber nicht verzichten dürfen, wenn sie bei einer „unerwarteten“ Steuerkontrolle, keinen Ärger mit dem Finanzamt bekommen wollen. Deutsche Finanzbeamte haben da das Recht, die „steuerrelevanten“ Unterlagen von dem Unternehmer zu fordern und diese dann zu prüfen.

Kritiker dieser Regelung geben an, dass es hier doch zu viel „Spielraum“ gibt und die Beamten viel zu sehr nach ihrer „Nase“ gehen können, wenn darüber entschieden wird, wer kontrolliert wird und wer nicht.

Deshalb sind diese Regelungen, trotz ihres „Bestandes“ seit einiger Zeit, immer mal wieder umstritten und werden heiß diskutiert. Wer sich zum Beispiel bei einer Existenzgründung nicht sicher ist, wie genau das Ganze ablaufen soll, kann sich aber auch ganz einfach beim zuständigen Finanzamt informieren. Hier gilt eher die Regel: „2 Minuten dumm stellen, hilft meist mehr als ein Leben lang klug zu tun.“ Alle Fragen und Antworten zum Thema Umsatzsteuernummer

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