Ust ID beantragen
Die Ust ID ist, wie ja schon beschrieben wurde, eine „Nummer“ mit der man einem ausländischen Verkäufer belegen kann, dass man in Deutschland Umsatzsteuer zahlt, damit man zumindest im europäischen Ausland steuerfrei einkaufen kann.
Für Gewerbetreibende ist aber die ganz normale Steuernummer, viel wichtiger, weil diese schlicht die „Kundennummer“ beim Finanzamt ist. Diese „Kundennummer“ wird kostenfrei vergeben. Eventuell braucht man aber noch eine Betriebsnummer, wenn man Angestellte beschäftigen will. - Achtung: Während es einfach ist die Ust ID zu beantragen, so ist es doch mitunter sehr umständlich zu erkennen, ob die Nummer echt ist oder nicht. Schließlich hat jedes Land und in manchen Fällen (z.B. USA) sogar jedes „Bundesland“ bzw. jeder Landkreis eigene Möglichkeiten so eine Nummer zu vergeben. In Europa ist es jedoch weitestgehend so geregelt, das die Nummer „einheitlich“ für jedes Land vergeben wird.
Die deutschen Ust.ID beginnen meist mit den Buchstaben DE. Die als so genannter „Präfix“ der Identifikationsnummer gelten. Aber hier fangen die Probleme bei der Identifikation auch schon an. Denn der „Präfix“ kann auf drei verschiedene ISO 3166 Weisen dargestellt werden: - Alpha-2 : DE
- Alpha-3 : DEU
- numerisch: 276
Der Rest besteht aus einer „Prüfziffer“ die nach einer speziellen Codierung erstellt wird. - Tipp: Jedes europäische Land aber auch Europa selbst, kann solche Nummern vergeben. Während für Unternehmen aus Europa gilt, dass man eine Ust. ID. immer in dem Land beantragt, in dem man seinen Sitz hat, ist das für Unternehmen, die außerhalb „Europas“ sitzen etwas anders.
Für diese Unternehmen wurde eine eigene Ust. ID eingeführt, die mit dem regulären Präfix EU beginnt. Sieht man also auf einer Abrechnung, einem Angebot oder etwas vergleichbarem die Ust. ID. mit dem Präfix EU, weiß man schon mal, das die Zentrale des Unternehmens seinen Sitz nicht in Deutschland hat. - Vorsicht: Einen weiteren Haken, hat diese Ust. ID. aber auch noch! Unternehmen, die diese Nummer bekommen, dürfen nur an „Privatpersonen“ und über das Internet, Dienstleistungen erbringen. Was dazu führt, dass man sie in den „üblichen“ Prüforganen der MIAS o.ä. nicht überprüfen kann.
Für Private Verbraucher gilt deshalb, dass man bei solchen Unternehmen nur sehr vorsichtig einkaufen sollte. |