Bafög beantragen
In fast jeder Stadt gibt es eine Behörde, die sich mit der Erteilung von Bafög bzw. der Bearbeitung, nach dem beantragen, beschäftigt. Hier fängt dann auch häufig das erste große Problem für die meisten Schüler und Studenten an. Denn welche Behörde ist denn nun für die Antragsstellung zuständig?
Also grundsätzlich gilt, dass für jede „höhere“ Schule, sprich Abendgymnasium, Fachschule oder Uni, die Behörde zuständig ist, die in der Nähe der Ausbildungsstätte angesiedelt ist. Schüler, die zu einer anderen „Art“ von Schule wollen, müssen sich an die Behörde am Wohnort der Eltern melden, die dann für die Erteilung des Bafög zuständig ist. - Achtung: Wer das Bafög beantragt, muss auch regelmäßig nachweisen, dass er nicht in der Lage ist alleine diese Ausbildung zu finanzieren.
Ob nun bei Minderjährigen oder Volljährigen Antragsstellern, es wird grundsätzlich erst einmal geprüft ob der Antrag auf Bafög durch Unterhaltszuschüsse der „Verwandtschaft“ umgangen werden kann. Unterhaltspflichtig sind in so einem Fall, natürlich die Eltern und falls Volljährige verheiratet sind oder in einer Partnerschaft leben, natürlich auch die Partner. Deshalb muss man als Antragssteller auch immer die entsprechenden Einkommensnachweise der Eltern/Lebensgefährten beifügen. - Wichtig: Nur unter sehr eingeschränkten Bedingungen ist es möglich, dass man einen Antrag ohne Anrechnung des elterlichen Einkommens stellen kann. Der Grund dafür ist schlicht, dass keine Behörde gerne mehr Geld ausgibt als unbedingt nötig.
Außerdem sind Eltern dazu verpflichtet, mindestens eine Ausbildung der Kinder zu finanzieren. Natürlich gibt es auch nach Abschluss der ersten Ausbildung für Eltern eine gewisse Verpflichtung für die Finanzierung einer Ausbildung, aber hier sieht der Gesetzgeber auch ein, dass die Kinder eben irgendwann flügge werden müssen und in die Gänge kommen. - Wichtig: Das Bafög wird ebenfalls nur für die erste Ausbildung gewährt und kann nur in sehr engen Grenzen darüber hinaus gezahlt werden.
So bitter es für den einen oder anderen Klingen mag, so hat heute längst nicht mehr jeder einen Zugang zu einer Ausbildung bzw. einem Studium bekommt, der es nicht selbst finanzieren kann. Deshalb kann man Eltern, Großeltern und natürlich auch den Schülern selbst nur raten, sich möglichst rechtzeitig an das Sparen für die Ausbildung zu machen, so wie man sich schon früher bei der Geburt, die Bestellung für den Duroplastbomber unterschreiben ließ. |