Arbeitslosenunterstützung beantragen
Wer heute Arbeitslosenunterstützung beantragen möchte, muss leider immer genauer nachprüfen ob es ggf. noch andere Einnahmequellen gibt. Sicher kann man zumindest für einen befristeten Zeitraum Arbeitslosengeld 1 bekommen, das sich nach dem Verdienst aus der letzten „versicherungspflichtigen“ Beschäftigung richtet.
- Achtung: Muss man aber Arbeitslosenunterstützung nach Hartz4 beantragen, so muss man erst alle anderen „Geldquellen“ anzapfen. Erst wenn diese Gelder nicht reichen, um die „Summe“ von Harz4 Regelsätzen zu erreichen („für den Lebensunterhalt reichen“ trifft ja kaum noch zu), hat man einen Anspruch auf diese Unterstützung.
Neben „Belegen“ für die Einkünfte, die man bekommt, muss man beim Beantragen der Arbeitslosenunterstützung auch die Kontoauszüge der letzten 3 Monate bei der Arbeitsagentur vorlegen, wenn man die Arbeitslosenunterstützung nach Hartz 4 beantragen möchte. - Wichtig: Oft herrscht dabei die Meinung, dass die Behörde damit auch prüfen will, ob man „Einkünfte“ auf das Konto bekommt. Allerdings ist das eher „Zweitrangig“, denn das eigentliche Ziel ist, nachzuprüfen ob ggf. in letzter Zeit „größere“ Beträge verschwunden sind, die eventuell nur „versteckt“ werden sollen.
Schließlich muss man seine gesamten Ersparnisse aufbrauchen, bevor man sich daran macht diese Arbeitslosenunterstützung zu beantragen. Anders als in vielen anderen Ländern der Welt, ist Deutschland immer noch ein „Sozialstaat“ in dem man auf Unterstützung vom Staat bauen kann, um sich die lebensnotwendigsten Dinge zu kaufen. Auch wenn es nach den Maßstäben unseres Landes sehr wenig ist, was man zum Leben bekommt und man sich auch längst nicht alles „Leisten“ kann, was man zum Leben braucht, ist es doch eine feststehende Tatsache, dass die deutsche Sozialsicherung mehr zahlt, als die meisten anderen Länder dieser Welt.
Dass diese Zahlungen immer weiter reduziert werden, wird sehr gerne damit begründet, dass es zu viele Menschen gibt, die sich diese Leistungen erschleichen, obwohl sie keinen Anspruch darauf haben. Allerdings wäre meine persönliche Empfehlung an die Behörden, die Menschen mehr dabei zu unterstützen, ihre „Projekte“ zur finanziellen Selbstständigkeit mehr zu unterstützen (vor allem wenn bewiesen wurde, dass sie funktionieren), als den Menschen das Gefühl zu geben, dass man nur für das „Nichtstun“ Geld bekommt. |